Samstag, 19. September 2015

Piste! (zumindest halbwegs)

Nach dem Oberschenkelhalsbruch Anfang Juli war ich ja extrem ans Haus gefesselt.
Erst 2 Wochen Rollstuhl im Krankenhaus, dann auf Krücken durchs Leben, irgendwann als erster "Durchbruch" nur noch eine einzige Krücke, als Nächstes zumindest in der Wohnung komplett ohne Gehhilfe, jetzt seit Montag mutig genug, auch ohne Krücke das Haus zu verlassen ... und heute abend tatsächlich eine Verabredung mit einem Freund in einer Bar.
Ohne Krücke oder Stock, ohne Netz und doppelten Boden.
Langsam wird es wieder, auch wenn mir vor dem Rückweg leicht graust.
Dafür dass ich vor ein paar Wochen noch dachte, ich würde nie wieder laufen können und mich schon auf ein Leben im Rollstuhl eingestellt hatte, ist das echt gut.
Egal wie furchtbar etwas im ersten Moment aussieht, es gibt immer noch Hoffnung auf Besserung.

Sonntag, 12. Juli 2015

Zu früh!

Dauerhafter Nieselregen, grauer Himmel, Windböen ...
Hätten wir bereits Ende September, wäre das heute ein wunderschöner Herbsttag.
Bloß Mitte Juli fühlt man sich da leicht veralbert.
Ich verziehe mich in die Badewanne.

Dienstag, 30. Juni 2015

Nichts bringt mich runter

Ich bin's mal wieder ...
nach einigen ereignisreichen Wochen habe ich mal wieder Zeit zum bloggen.
Was ist alles passiert?
Der Umzug ist erledigt und wir lieben die Wohnung, Hochzeit und Flitterwochen sind geschehen und ich gewöhne mich langsam an den Doppelnamen, nebenbei habe ich mir kurz danach einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen und war 2 Wochen im Krankenhaus ... es war bisher schon einiges los in diesem Jahr und die 2. Jahreshälfte darf sehr gerne ruhiger werden.
Im Moment bewege ich mich auf Krücken fort und es geht jeden Tag besser (zumal es schon eine unglaubliche Freiheit ist im Vergleich zu den 2 Wochen, die ich im Rollstuhl verbringen musste), inzwischen kann ich sogar auf nur einer Krücke zum Einkaufen humpeln.
Was das für ein tolles Gefühl ist, endlich wieder eine Hand frei zu haben, kann man kaum beschreiben.

Prinzipiell bin ich wahnsinnig guter Dinge, und das darf gern so bleiben.

Samstag, 21. Februar 2015

Wer kann, der kann

Jemandem seine Kochkünste vorführen und als Reaktion ein "Das schreit nach Wiederholung!" bekommen:
Absoluter WIN.
Tja, in manchen Sachen bin ich eben gut.

Hüftgold

Manchmal lohnt es sich echt, ein paar Kilo zuzunehmen.
Eben auf der Straße kam ein Bekannter auf mich zu und meinte, ich würde total fit und gesund aussehen.
Das war jetzt das 2. Mal innerhalb weniger Tage, dass sowas vorkam.
Da zahlt es sich doch aus, dass ich meine Leidenschaft fürs Kochen entdeckt habe und dann alles selbst esse.
Ich hätte ja nie gedacht dass ich Spaß am Kochen haben könnte, aber inzwischen hat es mich wirklich gepackt.

Freitag, 20. Februar 2015

Virtueller Frustabbau

Mal wieder Gayromeo.

Ich schreibe jemanden ganz freundlich und ohne großartige Hintergedanken an, ob er mal Lust auf einen Kaffee hätte.
Als Antwort kommt "Nein Danke".
Gut, alles gesittet, ich lege das ad acta und antworte mit "Okay, dann nicht".
2 Stunden später kommt von ihm "Du bist mir zu hässlich!".

Was war das denn jetzt bitte?
Ich bin sehr überzeugt davon dass ich alles andere als hässlich bin und generell mache ich mir nicht viel aus Meinungen anderer Leute, insofern ist mir wurscht was so ein Sprallo schreibt, aber was soll das denn?
Fühlt der sich jetzt besser?
Wie erbärmlich kann man eigentlich sein?
Ich habe noch zurückgeschrieben dass er mir das sehr gerne mal persönlich ins Gesicht sagen kann wenn er sich traut, da kam natürlich nichts mehr.
Echt, was für Leute so rumlaufen ...

Ermutigung

OK, da mich heute (gut, technisch gesehen war es schon gestern, wir haben ja schon nach Mitternacht) sogar jemand persönlich gefragt hat ob ich wirklich vorhabe wieder zu bloggen und wann da mal wieder was kommt, reiße ich mich am Riemen und mache es tatsächlich.
Ansonsten winke ich mal kurz zu demjenigen rüber, Du weißt, wer Du bist.

Was kann man so zur Gesamtsituation sagen?
Es ist privat einiges im Umbruch,
Zum März wird umgezogen (2 Etagen - endlich!), Hochzeitsvorbereitungen sind immer noch in vollem Gange ,.. man braucht so wenige Worte um das alles zusammenzufassen, aber es nimmt trotzdem einen ganz schönen Teil des Alltagslebens ein.
Bis dahin werde ich wohl wirklich erstmal sortieren, welche der über 100 alten "geplanten" Einträge sich tatsächlich lohnen, veröffentlicht zu werden.

Montag, 16. Februar 2015

Liebesbrief

Ich muss mal sentimental werden.
Gibt ja keinen besseren Zeitpunkt dafür als um 1 Uhr nachts, wenn man leicht einen im Tee hat.

Wisst Ihr, manchmal vermisse ich mein Berlin.
Es ist teilweise dreckig, vulgär, hat hässliche Seiten, kann gefährlich werden, ist nicht perfekt ... aber trifft das nicht auch auf uns alle zu?
Berlin hat einfach auch unschlagbare Vorteile.
Wenn ich dort um 1 Uhr nachts Bock auf Sushi habe, kann ich mir das sogar noch bequem in die Wohnung liefern lassen.
Oder in ein hübsches Restaurant in der Nähe gehen - irgendeins ist garantiert zu finden.
Wenn ich einen Menschen nicht mehr sehen möchte, kann ich mir einfach neue Läden suchen in die ich gehe - wobei das nichtmal nötig ist, irgendwie verstehen Menschen in Berlin wesentlich besser was "Kontaktabbruch" bedeutet als Osnabrücker, die 1. anhänglich sind und denen man 2. eh nicht entgehen kann, weil man sich sowieso irgendwo zufällig trifft.
Klar verliert man Leute dadurch auch leichter mal aus den Augen, aber echte Freunde bleiben trotzdem.
Und wenn ich in Berlin Fernweh habe, muss ich nur in einen anderen Stadtteil fahren - das ist gleich eine ganz andere Welt.
Zumal das auch wesentlich schneller geht, hier in Osnabrück fahren die Busse wenn man Glück hat alle 20 Minuten.
Aufgeblasenes Dorf halt, obwohl es sich ganz offiziell "Großstadt" schimpfen darf.
Von meiner Familie ganz zu schweigen, die würde ich auch gern wieder öfter sehen.
Täglich zu telefonieren ist einfach kein Ersatz, und wenn man sich mal sieht geht man sich natürlich schnell auf die Nerven, weil man so aneinander gefesselt ist und der Gastgeber das Gefühl hat "Das ist jetzt was Besonderes, da muss man was bieten", was letztendlich keiner Seite was bringt..
Ich fühle mich inzwischen in Osnabrück pudelwohl und bin zuhause, aber Heimat ist es nicht.
Heimat ist Berlin und wird es auch immer bleiben, da kann man nichts machen.
Auch wenn ich dort niemals wieder würde wohnen wollen, dafür ist es zu sehr runtergekommen in den letzten Jahren.

Berlin, manchmal fehlst du mir trotzdem sehr ...