Dienstag, 28. April 2009

Normalitätsbehälter

Martina Brandl bezeichnet in ihrem Buch "Glatte runde Dinger" Fahrstühle als "Normalitätsbehälter" und erklärt das folgendermaßen:
Solange man in einem Aufzug fährt, hat man ein Ziel und eine Legitimation. Man hat einen Knopf gedrückt, und nun muss man nur warten, bis die gewünschte Zahl auf dem Display über der Tür erscheint. Das hat etwas sehr Beruhigendes.
Für mich trifft das in noch wesentlich größerem Umfang auf Bahnfahrten zu.
Man hat einen Bestimmungsort und einen Grund, warum man gerade ganz genau dort ist, wo man ist.
Besonders, wenn man eine Platzkarte hat. Dann hat man es schwarz auf weiß, dass man genau dort sein soll, wo man ist. Die Bestätigung, dass man alles richtig gemacht hat und für die nächsten paar Stunden alles so bleiben wird.
Gerade wenn man sich in einer doch etwas unsteten Phase befindet (nur noch 2 Wochen! Ich kann es gar nicht oft genug sagen ...) kann einem das nicht oft genug gesagt werden.
Noch ungefähr 14 Tage ...

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