So, jetzt wird es also endgültig ernst: Heute habe ich mich polizeilich umgemeldet (endlich wieder eine vernünftige Adresse auf dem Ausweis, und vor allem die 2 Zauberworte "Friedrichshain-Kreuzberg"), heute verbringe ich den letzten Abend und die letzte Nacht in Karow, und Freitag ist auch das letzte Fitzelchen Umzug erledigt.
Schon komisch: So lange habe ich drauf gewartet, und jetzt wo es so weit ist, fühlt es sich total irreal an.
Vor allem erschlagen mich die tausend Sachen, die ich morgen am ersten Tag in der neuen Gegend tun könnte. Was mache ich zuerst, was danach, was mache ich morgen abend?
Besonders hilfreich ist außerdem, dass ich vorgestern zusammen mit einem Freund mal wieder in meiner alten Gegend am Anhalter Bahnhof war. Ich wünschte mir ja jahrelang nichts sehnlicher, als wieder dorthin zurückkehren zu können und am besten mein altes Leben an dem Punkt wieder aufzunehmen, an dem ich dort vor 5 Jahren weggezogen bin.
Vorgestern hingegen hatte ich beim Anblick der Gegend, des Hauses, meiner ehemaligen Fenster zum allerersten Mal das Gefühl, mit alledem endlich abgeschlossen zu haben und selbst wenn ich könnte das alte Leben nicht gegen das neue eintauschen zu wollen.
Die Zeit am Anhalter Bahnhof war eine wunderschöne, aber sie ist vorbei und kann nicht zurückgeholt werden.
Die Zeit in der neuen Ecke wird mindestens genauso toll.
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